Wallenborn in der Vulkaneifel

Wallenborn in der Vulkaneifel, ist zwar klein, relativ unbekannt, trotzdem treibt es viele Touristen hierher. Denn Wallenborn hat eine Attraktion die man sonst nirgends in unserem Land findet. Der Ortsname leitet sich vom wallenden Born ab, einem Kaltwassergeysir mitten im Ort. Wer gerne mehr zu unserem Brubbel wissen möchte, kann sich hier genauer informieren : Brubbel 

Seit vergangener Woche sind auch wir offiziell Wallenborner. Die Behördengänge hier machen fast schon Spaß. Innerhalb einer Stunde, Einwohnermeldeamt, Hund angemeldet und auch das Straßenverkehrsamt geschafft. Unser Wohnmobil ist jetzt abgemeldet und wartet auf seinen neuen Bewohner. Es steht jetzt hier auf einem Privatgrundstück und kann dort jederzeit besichtigt werden. Vorabinformationen findet ihr hier: Ebay 

Fast einen Monat sind wir jetzt schon hier und die Tage sind viel zu kurz. Es gibt reichlich Arbeit. Holzdecken abwaschen, Tapeten abreißen, verputzen. In der Küche eine Decke eingezogen und im Obergeschoss eine Wand eingerissen. Nebenbei mit Wasser gekämpft, in Küche und Bad waren die Rohre undicht.

Hier sieht man gut das, Vorher - Nachher, und auch die Tapete ist schon unten
Hier sieht man gut das, Vorher – Nachher, und auch die Tapete ist schon unten
Die Schränke kommen raus und es entsteht dort das Esszimmer
Die Schränke kommen raus und es entsteht dort das Esszimmer
Unser Eingang, sieht auch noch sehr langweilig aus
Unser Eingang, sieht auch noch sehr langweilig aus
Küche vorher
Küche vorher
Küche mit neuer Decke und Farbe an der Wand. Die Möbel kommen Ende des Monats
Küche mit neuer Decke und Farbe an der Wand. Die Möbel kommen Ende des Monats

Es gibt also noch viel zu tun, bis wir wirklich sagen können, hier sind wir Zuhause. Die netten Nachbarn helfen allerdings beim einleben. Dumm nur wenn die Eifler untereinander quasseln, dann komm ich mir vor wie in China 🙂 Dachte ich eigentlich immer die Norddeutschen hätten einen schweren Dialekt, werde ich hier eines besseren belehrt. 🙂

Bisher zeigt sich die Eifel allerdings nicht in ihrem besten Licht, es gab erst zwei Tage ohne Regen, einige wenige mit wenigstens etwas Sonne, ansonsten ist es eher grau und feucht. Aber hat ja auch Vorteile, denn bei Sonne fällt das arbeiten schwerer. 🙂

Egal in welche Richtung gehen, nach ungefähr 300m ist man in der Natur, was ganz besonders die Hunde lieben.

Wie soll man denn bei den vielen Ästen das Stöckchen wieder finden :-)
Wie soll man denn bei den vielen Ästen das Stöckchen wieder finden :-)
Seht ihr uns?
Seht ihr uns?
Wiesen die den Namen noch verdienen, mit vielen Wildblumen ein Paradies für Bienen
Wiesen die den Namen noch verdienen, mit vielen Wildblumen ein Paradies für Bienen

 

 

Eine turbulente Woche ist vorbei

Es haben sich schon einige Interessenten gemeldet und auch das Mobil angesehen, natürlich muss man so eine Entscheidung auch überschlafen. Da brauchen wir wohl auch Geduld. Aber wenn wir in rund drei Wochen im Kreis Daun eintreffen warten auch dort drei Interessenten, die gerne schauen möchten. Irgendjemand wird sich ganz sicher in den Dicken verlieben, genauso wie wir es damals getan haben. Einesteils gut das sich bisher noch niemand entschieden hat, wie hätten wir denn sonst unsere ganze Habe ins neue Heim gebracht? Zu Fuß? Mit der Bahn? 🙂

Für alle die heute zum ersten Mal davon lesen das wir das Mobil abgeben, hier noch mal der Link zur Verkaufsankündigung 

Von dem schönen Wetter diese Woche haben wir nicht wirklich viel gehabt. Unser Sohn ist Montag mit unklarer Diagnose ins KH gekommen. Laut Bereitschaftsarzt am Sonntag, vergrößerte Gallenblase, Flüssigkeit im Bauchraum, Fieber. Die Hausärztin hatte Montagmorgen keine Zeit für ihn und verwies ihn auf das Krankenhaus. Dort ist er dann auch hin. Blutbild völlig unauffällig und die extremen Bauchschmerzen ließen sich auch fixieren. Dies erleichterte die Diagnose nicht wirklich. Zum Glück entschied der Oberarzt am Dienstag mit dem Spiegel rein zu schauen. Dabei wurde dann der geplatzte Blinddarm entfernt und der gesamte Bauchraum gespült und von Eiter befreit. Das war wirklich höchste Eisenbahn. Zum Glück ist alles noch mal gut gegangen, und er konnte die Klinik heute verlassen. Natürlich muss er sich noch schonen und von seiner Partnerin verwöhnen lassen 🙂

Bis Pfingsten werden wir noch hier in Bückeburg bleiben, dann geht es für ein paar Tage nach Bergen Unsere Parzelle abräumen, bevor wir dann Richtung Daun fahren.

Euch allen ein tolles sonniges Wochenende.

Warum, was ist passiert?

So oder so ähnlich, haben uns unendlich viele Nachrichten erreicht. Alle habt ihr auf diesen Bericht  reagiert. Wir möchten euch von Herzen danken für euer Mitgefühl und Interesse. Es war überwältigend und haben wir so nicht erwartet.

Nein ausgeträumt ist er noch nicht, unser Traum vom freien und ungezwungenen Leben. Und doch gibt es im Leben Angebote die man zumindest überdenken sollte.

Wie schnell es manchmal gehen kann habe ich am eigenen Leib ja im Dezember erfahren. Von einer Minute zur anderen konnte ich ein Bein nicht mehr belasten, die vier Stufen aus und ins Mobil unüberwindbar. „Gefangen“ auf 14 qm, für mich ein Gefühl, mit welchem ich aufgrund meiner Geschichte gar nicht umgehen kann. Zum Glück hat mein Sohn mich gerettet und mir für die Zeit der Genesung ein Obdach geboten. Joachim ist Asthmatiker, und diesen Winter kam eine Erkältung hinzu. Diese beeinflusste sein Asthma negativ, es kam zu wirklichen Erstickungsfällen wo ich befürchtete er kippt mir weg. Nachdem die Erkältung auskuriert war, ließ dies zwar wieder nach, normalisierte sich. Doch auch da dachte ich, was wäre wenn.

Seit rund einem Jahr schreibe ich regelmäßig mit einer Frau, die mich im TV gesehen hat. Wir kannten uns bis zum letzten Wochenende nicht persönlich. Doch sie hat uns jetzt einen Heimathafen angeboten, der uns trotzdem noch genügend Freiraum lässt um auch wieder zu reisen. Ein kleiner Ort mit rund 500 Einwohnern, und somit schön ruhig. Viel grün zum laufen mit Lucy. Im Umkreis von zehn Kilometern findet sich alles was man zum täglichen Bedarf benötigt. Und wenn man eines Tages nicht mehr fahren kann, kommen auch mehrmals die Woche fahrende Supermärkte in den Ort. Somit also bestens als Alterssitz geeignet.

Da wir jetzt dann erst mal einiges im Domizil machen müssen, damit es zu uns passt, bleibt vorläufig keine Zeit zum fahren. Und das WoMo soll nicht wieder endlos lange im freien stehen und nicht bewegt werden. Daher haben wir uns entschlossen ihn abzugeben.

Wenn alles so ist wie wir es haben wollen und uns vorstellen, dann werden wir uns wieder ein Mobil suchen und auch auf Tour gehen. Diese Seite hier werden wir trotzdem weiter führen, euch unsere neue Heimat vorstellen. Sehenswürdigkeiten und Stellplätze werden wir auskundschaften und euch hier erzählen was wir gefunden haben.

Jetzt wünschen wir uns aber vorrangig das wir für unseren Dicken einen Liebhaber finden, der weiß was für ein Schätzchen er da bekommt. Die genaue Beschreibung und viele Bilder findet ihr

hier:  Verkauf

Anfragen am besten direkt an unsere Email : freiwiederwind@outlook.de

Es gibt Momente die stellen das ganze Leben auf den Kopf

Daher bieten wir hier unseren Aluma Lite XL an:

Holiday Rambler Aluma Lite XL

Ich suche eine neue Bleibe. Meine jetzigen Bewohner ändern ihr Leben und sie sagen sie können sich nicht mehr ausreichend um mich kümmern, und wenn ich mehr Zeit stehe als fahre langweile ich mich zu sehr. Deshalb suche ich jemanden der mich fordert und mit mir durch die Lande zieht.

Jetzt zu mir:

Ich bin gebürtiger Amerikaner aber für den europäischen Markt gebaut worden.

Am 06.02.1992 durfte ich das erste Mal auf die Straße.

Ein Leichtgewicht bin ich nicht, immerhin bringe ich als zulässiges Gesamtgewicht 7to auf die Waage. Somit leider nicht für den neuen Führerschein geeignet.

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Mein Kraftpaket unter der Haube ist ein Chevy Motor mit 6,2l Hubraum und 8 Zylindern. Mein Kühler und ein extra Ölkühler ist erst 2015 eingebaut worden. Seitdem werde ich auch nicht mehr so heiß und die Temperatur von Motor und Öl bleibt im Normbereich auch bei Belastungen.

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Bleiben wir noch ein wenig bei der Technik. Die Versorgung von Herd, Kühlschrank, Heizung und Warmwasser, Gasgenerator übernimmt der 80l Gastank, somit brauchst du keine Flaschen mehr schleppen. Die LPG Versorgung an den Tankstellen ist sehr gut. Ich war den ganzen Winter in Betrieb und alle Gasgeräte sind nicht einmal ausgefallen.

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Der Warmwasserboiler ist mit zehn Litern ausreichend groß dimensioniert, das man auch duschen kann. 200L Frischwasser haben bei meinen jetzigen Besitzern rund eine Woche gereicht, wobei man dies sicher auch noch reduzieren kann. Abwasser uns Schwarzwassertank werden sauber über einen Abwasserschlauch entsorgt. Kein lästiges Kassetten schleppen mehr und auch Chemie Zusätze sind unnötig.

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Der fest eingebaute Gasgenerator übernimmt die Stromversorgung und Umwandlung auf 220V, so das frei stehen auch kein Problem darstellt. Ein großes Ladegerät lädt die Batterien wenn ich Landstrom bekomme, oder der Generator läuft. Eigentlich sollte ich dieses Jahr noch Solar bekommen, doch dazu sind meine Bewohner nicht mehr gekommen. Damit du im Sommer auch bei hohen Temperaturen gut schlafen kannst, bringe ich zudem noch eine Klimaanlage mit.
Im Winter wärme ich dich mit einer Fußbodenheizung, und/oder mit der Truma Umluftheizung die auch die Tanks beheizt und vor Frost schützt.

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Meine deutschen Geschwister haben ja alle einen Minikühlschrank der nicht mal reicht um genügend Getränke zu kühlen. Ich bringe einen großen Kühlschrank mit ausreichend großem Eisfach mit. Für mehrere Tage einkaufen und kühlen, bzw. einfrieren kein Problem.

Über dem vier Flammen Gasherd ist eine Abzugshaube montiert die alle Gerüche direkt nach draußen zieht. Und in der Spüle mit Doppelbecken wird alles schnell wieder sauber. Auch bringe ich noch einen Backofen mit Umluft und Grill mit, welcher ebenfalls die warme Luft und Gerüche über die Abzugshaube nach draußen saugt.

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Sechs eingetragene Sitzplätze, mit Rückhaltesystem stehen in den Papieren. Dusche und WC sind in getrennten Räumen. Meine Besitzer sind nicht gerade Modells, und hatten genug Bewegungsfreiheit in der Dusche.

Ach, und falls du auch mal schlafen möchtest, kannst du dies auf dem Festbett 160×200 gerne machen. Unter dem Bett findest du noch jede Menge Stauraum wenn du es hoch klappst.

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Wirklich viel Durst habe ich auch nicht, bei ruhiger Fahrweise trinke ich ca. 17l auf 100 km. Öl brauche ich gar keins. Und auch mein Kühlwasser bleibt konstant. Du siehst ich bin genügsames Kerlchen. Zudem bin ich absolut Winter tauglich. Die große Frontscheibe hilft zudem dabei, auch bei kühlen Außentemperaturen, die Heizung zu sparen wenn die Sonne ungehindert hinein scheinen darf.
Habe ich dich jetzt neugierig gemacht? Dann melde dich doch mal und komm mich besuchen. Vielleicht werden wir ja Freunde.

Wir trinken zusammen einen Kaffee und du kannst alle deine Fragen loswerden.

Aktuell stehe ich noch in Bückeburg, aber in 29468 wäre auch die Möglichkeit mich zu besuchen oder ab Juni in der Eifel. Wer zuerst kommt und mich aus ganzem Herzen haben möchte, der darf mich adoptieren.

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Winter in Deutschland? Klar warum nicht?

Es ist Samstag, gerade mal neun Uhr, und die Heizung war heute noch nicht in Betrieb. Die Sonne steht genau vor uns und lacht durch die große Frontscheibe ins Mobil. Sie hat schon ausreichend Kraft unser Heim zu heizen und eine Wohlfühlwärme zu erzeugen. Auch Lucy genießt es und lässt sich die Sonne auf den Pelz scheinen.

Morgensonne

Meine Schlafmütze auf zwei Beinen krabbelt gerade aus den Federn, wie kann man bei so einem Sonnenschein so lange schlafen? Völlig unverständlich. 🙂

Gleich werde ich wieder unseren Tisch draußen aufbauen, und den herrlich Tag draußen genießen. Lucy wird dann sicherlich wieder ihrer Lieblingsbeschäftigung nach gehen.

Der Winter scheint vorbei zu sein, und wir haben ihn überraschend gut überstanden. Unsere Sorge im Winter kein Frischwasser zu bekommen war unbegründet. Zumindest hier in Bückeburg war die Anlange durchgängig offen. Auch bei Minustemperaturen hatten wir keine Tankprobleme. Ebenso unser Gastank. Viele sind ja skeptisch wegen der Mischung von LPG Gas. Deren Sorgen hatten sich natürlich auch auf uns übertragen. Was wenn die Mischung Butan/Propan nicht stimmt?  Würden wir dann irgendwann nur noch Butan im Tank haben und somit nicht mehr heizen können? Wir haben keinen Tag gefroren, und laut Tankmenge gibt es keinen Butanrest im Tank. So war auch diese Sorge unbegründet.

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Und wie war es mit der Enge? Es gab noch keinen Winter den wir auf so engen Raum zusammen verbracht haben. Würden wir uns auf die Nerven gehen? Nein, auch dies haben wir gemeistert. Obwohl wir sehr viel Zeit im Mobil verbracht haben, uns eigentlich nicht aus dem Weg gehen konnten, sind wir uns nicht an die Gurgel gegangen. 🙂 Somit sind wir jetzt guten Mutes, das wir dieses Leben noch eine Weile gemeinsam ertragen können. 🙂 301 Tage leben wir mittlerweile in unserem rollenden Zuhause, die Zeit ist so schnell vergangen. Wir haben viel gesehen, viele Menschen kennen gelernt. Manche die man nur virtuell kannte, standen plötzlich vor der Türe. Sie hatten gelesen das wir in ihrer Nähe sind, und sind einfach vorbei kommen. Das fanden wir toll, so wie auch am letzten Samstag, als plötzlich ein Cadillac vor unserer Türe stand. Joachim war hin und weg, er liebt ja Oldtimer, und wenn sie dann noch so einen tollen Sound haben und gepflegt sind, gerät er ins schwärmen 🙂 Leider habe ich es versäumt ein Foto zu machen 🙁

Aber auch Passanten sprechen uns oft an, stellen Fragen zum Mobil, zu unserer Lebensweise. Natürlich kam gerade jetzt im Winter auch immer wieder Frage, ist es euch nicht zu kalt, zu ungemütlich? 🙂 Wenn wir dann antworten das wir es sicherlich wärmer haben als sie in ihren Wohnungen, ernten wir immer wieder ungläubige Blicke.

Die Frage ob wir noch mal in Deutschland überwintern würden, können wir somit nur bejahen. Okay es war jetzt kein sonderlich harter und langanhaltender Winter, aber es gab doch Phasen die uns zeigten wie es sein könnte. Aber jetzt freuen wir uns erst mal auf Frühling und Sommer. Auf neue Orte, neue Menschen und neue Eindrücke.

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